Junge Liste Vilshofen stellt Wahlprogramm vor

Unterschriftenhürde frühzeitig genommen - konkurrierende Parteien kopieren Programmpunkte

Vilshofen. Die Junge Liste Vilshofen hat es geschafft: Sie hat die Unterschriftenhürde gemeistert und darf nun für den Vilshofener Stadtrat kandidieren. Doch Zeit zum Ausruhen bleibt den Jungpolitikern nicht, denn in weniger als zwei Monaten steht die Kommunalwahl an. Bereits jetzt hat die Junge Liste Vilshofen ihr Wahlprogramm veröffentlicht, das Programm umfasst zehn Punkte.


Die Stärkung des Schulstandortes Vilshofen und die Forderung nach einem Technologiezentrum sowie nach einer FOS/BOS stehen dabei ganz oben auf der Agenda der Jungen Liste.  Als eine weitere Alternative zur Nutzung des St. Beda Haus in Schweiklberg könnte dort nach Ansicht der Jungpolitiker eine Fachoberschule bzw. eine Berufsoberschule entstehen. „Wir möchten jungen Menschen Perspektiven bieten und dazu sind weitsichtige Konzepte von Nöten“, betont Andreas Scheungrab, Konrektor an der Realschule Arnstorf und Kandidat der Jungen Liste.

Desweiteren fordert die Junge Liste eine Verbesserung der Verkehrssituation und eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs „um eine bessere Vernetzung der Stadteile zu erreichen“, wie Stadtratskandidatin Kathrin Knollmüller erklärt. Ein weiteres Ziel auf dem Zehn-Punkte-Plan ist die Förderung von Wirtschaft, Kultur und Tourismus. In diesem Kontext fordert die Junge Liste eine generationengerechte Finanzpolitik, denn nach Meinung von Stephan Katzbichler, ebenfalls Kandidat der Jungen Liste, dürfe man der junge Generation nicht Schuldenberge hinterlassen. Im Fachbereich Wirtschaft verlangt die JL zudem die Installierung eines Wirtschaftsreferenten in der Stadtverwaltung um eine professionelle Fachkraft vor Ort zu haben.
Doch die neugeschaffene Gruppierung setzt sich keineswegs nur für die junge Bevölkerung ein. So fordert die Junge Liste Barrierefreiheit in öffentlichen Bauten und setzt sich generell für eine familiengerechte Politik für Jung und Alt ein. „Vilshofen muss für alle attraktiv sein. Deshalb möchten wir auch, dass die Stadt die Baupolitik zukunftsträchtig gestaltet. Unsere Forderung lautet: Baugebiete in allen Stadtteilen ausweisen und ein Leerstandmanagement in der Altstadt schaffen. Nur so können wir jungen Familien sowie Unternehmen den Standort Vilshofen schmackhaft machen“, erläutert Stephan Kroneder, Vorsitzender der Jungen Liste Vilshofen.  
 
Desweiteren soll eine Ehrenamtskarte helfen, das ehrenamtliche Engagement in der Stadtgemeinde weiter auszubauen. Genau diesen Punkt griff vor kurzem nun auch die Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜW) auf, Wochen nachdem die Junge Liste diesen Punkt auf diversen Wahlveranstaltungen veröffentlichte. Doch nicht nur die ÜW schreibt bei den Jungpolitikern ab, auch die FWG/Grüne sowie die SPD kupfert ab.  So setzt sich nun auch die FWG/Grüne für bessere Bedingungen für Radfahrer ein und die SPD übernahm gar die komplette Mitmachaktion der Jungen Liste. Aus der von der Jungen Liste bereits im August 2013 initiierten „Idee für Vilshofen“ entstand vor kurzem die SPD-Aktion „Unser Vilshofen“.

Doch Groll über so viel Plagiat empfindet die Junge Liste nicht, wie Spitzenkandidat Stefan Meyer versichert. „Wir ärgern uns nicht darüber, im Gegenteil. Wir sind sogar stolz, dass andere Parteien unser Programm, welche wir ja step by step in den Medien vorgestellt haben, in ähnlicher Form übernehmen. Wir finden es gut, dass die etablierten Parteien unser Wahlprogramm abschreiben. Dies zeigt, dass unsere Punkte gut sind und den Nerv der Bevölkerung treffen. Und ohnehin gilt: Je mehr Parteien sich unsere Punkte auf die Fahne schreiben,  desto leichter lassen sich diese nach der Kommunalwahl umsetzen.“

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